Seit wann feiern wir Christkönig?
Es ist ein „junges Fest“. Erst anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa 325 wurde es von Papst Pius XI. mit der Enzyklika „Quas primas“ vom 11. Dezember 1925 eingesetzt. Also kurz nach dem Ersten Weltkrieg und dem Untergang zahlreicher König- und Kaiserreiche in Europa.
Das Fest wurde erstmals am 31. Dezember 1925 gefeiert und dann jeweils am letzten Sonntag im Oktober. Im Zuge der Liturgiereform des II. Vatikanums wurde das Fest 1970 auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres verlegt. Das Motiv des „sozialen Königtums Christi“ war aus der im 19. Jh. stark verbreiteten Herz-Jesu-Verehrung erwachsen. Nach dem Ersten Weltkrieg mehrten sich die Stimmen, ein Fest „Christi Königstag“ oder „Christus, König der Nationen“ einzuführen.
Papst Pius XI. (1922 bis 1939), dessen Wahlspruch „Pax Christi in regno Christi“ („der Friede Christi im Reich Christi“) lautete und der den Begriff der Katholischen Soziallehre prägte, folgte dem Wunsch.
Das Fest sollte auch gegen „den Irrtum des Laizismus und die Abkehr der Einzelnen und der Staaten von Gott“ ankämpfen. Pius XI. ging es darum, den Machthabern klar zu machen, dass sie ihre irdische Macht nicht missbrauchen, sondern sich an Christus, dem „Friedenskönig“, orientieren sollten.
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken. Du hast deinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Öl der Freude gesalbt zum ewigen Priester und zum König der ganzen Schöpfung. Als makelloses Lamm und friedenstiftendes Opfer hat er sich dargebracht auf dem Altar des Kreuzes, um das Werk der Erlösung zu vollziehen. Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig ...